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Gedanken aus dem September-Band

Ein heisses Eisen...


Die Sprache ist in unseren Tagen ein heisses Eisen geworden. Dies fällt mir v.a. bei Ausschreibungen für die ältere Generation auf.
Darf man heute Senioren noch unbeschwert als Senioren ansprechen und bezeichnen? Nicht wegen des Alters ist dies ein heisses Eisen geworden, sondern wegen der gendergerechten Sprache!
Schliesse ich durch die Schreibweise Senior:innen oder Senior*innen nun alle Menschen der älteren Generation mit ein oder schliesse ich gerade damit auch welche aus? Welche Reaktionen löse ich bei der betroffenen Altersgruppe mit der gendergerechten Schreibweise aus? Wirkt sie abstossend oder anziehend? Löse ich damit Kopfschütteln aus? Stosse ich sie gar vor den Kopf damit?
Sprache ist nicht nur Information, Austausch, Wissensvermittlung und Unterhaltung. Sprache ist Heimat. In einer Sprache fühlt man sich zu Hause oder eben nicht. In ihr fühlt man sich wohl oder unwohl, heimisch oder auch fremd. Sprache gibt uns Geborgenheit und Sicherheit oder sie macht uns zu Heimatlosen und entzieht uns den Boden. Das erleben auch all jene, die in einem fremdsprachigen Land unterwegs sind und plötzlich ihre eigene Sprache hören.
Über Rückmeldungen der älteren Generation würden ich mich freuen!
 
Nebst zunehmend heissen Eisen, seien sie sprachlich oder anderer Art, lobe ich mir die Freiheit in Christus! Das darf keine Ausrede sein, aber eine befreiende Dimension und Perspektive unseres Lebens!
 
Ich wünsche allseits einen gesegneten Spätsommer
 
Ihr Pfr. Roger Nünlist